Altbewährtes verbunden frischen Ideen im Gemeindehaus von Sankt Marien

Der Husumer Volksmund nutzt vielfach die Bezeichnung „Altenbegegnungsstätte“ für das Gemeindehaus von Sankt Marien; nun liegt seit dem 01. Mai  diesen Jahres – nach zweijähriger behutsamer Vorbereitung – die Einrichtung in der Trägerschaft des Diakonischen Werks Husum und ist dort im Bereich „Bildung und Begegnung für alle Generationen“ angesiedelt. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass im Programm des Gemeindehauses Neues mit Altbewährtem so kombiniert und zusammengefügt wird, dass sich hier alle Besucherinnen und Besucher wiederfinden. Seniorenarbeit findet nicht nur im Gemeindehaus von Sankt Marien statt, sondern auch in den anderen Gemeindehäusern der Kirchengemeinde Husum und im Mehrgenerationenhaus“, erläutert Bereichsleiterin Heike Bayer.

Freuen sich auf eine fruchtbringende Arbeit: Maike Hein (l.) und Lisa Rüsch

„Ich freue mich darauf tragfähige Netzwerke zu errichten und darüber, die kommunikativen Prozesse und Strukturen zu entwickeln, die sich mit vielen unterschiedlichen Personen und Akteuren ergeben“, sagt Lisa Rüsch, gebürtige Husumerin mit Großstadterfahrung. Sie ist als Krankheitsvertretung zuständig für die Koordination und Gestaltung der Angebote „von und für“ Senioren. Auch Maike Hein ist gebürtige Husumerin – und sogar in der Marienkirche getauft worden. Aktuell ist sie unter anderem für die Verwaltung zuständig, kümmert sich aber darüber hinaus intensiv als „Servicestelle für Senioren“ um die Belange der Teilnehmenden im Rahmen des Programms. „Ich freue mich, Ansprechpartnerin sein zu können, höre gern zu und stehe mit Rat, Tat und Begleitung zur Verfügung“, erklärt sie und weist auf die Sprechstunden im Gemeindehaus St. Marien (Norderstraße 2) hin. „Diese Gemeindehäuser und das Mehrgenerationenhaus gehören zusammen zu einem großen Ganzen“, erläutert Heike Bayer. Es gehe nicht mehr um ein Programm, das in einem bestimmten Gebäude stattfinde, sondern um eine enge Verzahnung der Stätten in einem neuen Kontext: Eine Idee beziehungsweise ein verbindender Geist, der trotz unterschiedlicher Orte Zusammengehörigkeit manifestiert. Diese Idee wird durch den neu konstituierten Mehrgenerationen-Beirat unterstützt. Der Beirat setzt sich aus Mitgliedern der Kirchengemeinde Husum, dem Diakonischen Werk Husum, dem Seniorenbeirat der Stadt Husum und Ehrenamtlichen der Einrichtungen zusammen. Den Vorsitz hat Pastor Friedemann Magaard übernommen. Der Mehrgenerationen-Beirat begleitet den Geschäftsbereich 1 „Bildung & Begegnung für alle Generationen“ und legt in den ersten zwei Jahren den Fokus auf die Gestaltung der Seniorenarbeit in Husum. „Wir haben eine hohe Kooperationsbereitschaft von allen Akteuren erfahren“, sagt sie. Sie dankt den vielen ehrenamtlich wirkenden Menschen: „Die Arbeit wird durch sie getragen – nicht nur als Teilnehmende, sondern auch als aktive Mitgestaltende. Sie haben über einen langen Zeitraum das Angebot teilweise über eigene Netzwerke autark aufrechterhalten.“ Darüber hinaus gilt ihr Dank der Kirchengemeinde Husum als Kooperationspartner sowie der Stadt Husum für die Förderung.