DELFI® – ein Angebot für Eltern und Neugeborene

DELFI®-Kurse unterstützen Eltern, ihre Kinder in ihrer Einzigartigkeit wahrzunehmen und zu unterstützen.

Wollen Sie mehr über DELFI® erfahren? Schauen Sie sich doch den kleinen Film der FBS Schleswig an. Auch in der FBS Husum werden laufend neue Kurse für Sie eingerichtet. Rufen Sie uns gerne unter 04841 -2153 an.

 

Familien-Lotsen gesucht

Familien mit Migrationshintergrund willkommen zu heißen und sie dabei zu unterstützen, sich in ihrem neuen Heimatort zurechtzufinden, anzukommen und wohlzufühlen – das ist das Anliegen des Projektes „Familien-Lotsen“, welches die Familienzentren Husum und Viöl im Diakonischen Werk Husum in Zusammenarbeit mit dem Kreis Nordfriesland anbietet.

Für Einheimische ist es eine Herausforderung, herauszufinden, wo und welche Angebote gerade die passenden für die eigene Familie sind. Für Familien mit Migrationshintergrund ist dies oftmals schwieriger herauszufinden – Was versteckt sich hinter Angebotsbegriffen wie DELFI®, Seepferdchen, Turnmäuse, Miniclub, Musikzwerge und OGS? Familien-Lotsen machen auf die vielfältigen Angebote für Familien mit Kindern von 0-14 Jahren aus den Bereichen wie frühkindliche Bildung, Begegnungsangebote, Sport, Kreativität, Musisches, Feuerwehr und THW aufmerksam und wirken unterstützend bei bspw. der Anmeldung im Spielmannszug mit. „Die Hilfe zur Integration in Freizeit- und Bildungsangebote geschieht so möglichst frühzeitig und passgenau“, erläutert Ellen Hehnke, als Koordinatorin des Familienzentrums Husum. Des Weiteren haben die Lotsen die Aufgabe, Familien bei der Suche nach Kita- oder Schulplätzen zu begleiten, alles Notwendige zu erklären und sprachlich zu vermitteln. Sie regen Eltern an, sich an den Veranstaltungen und Aktionen der Kindertagesstätten, Schulen oder Vereinen zu beteiligen und sorgen mit Fingerspitzengefühl dafür, dass niemand ausgegrenzt wird oder sich ausgegrenzt fühlen muss. Sie können fehlende Angebote in Zusammenarbeit mit den Familienzentren ins Leben rufen oder bestehende Angebote zur Integration und Begegnung von Familien unterstützen.

Die Familienzentren in Nordfriesland suchen Menschen, die Lust haben, sich qualifizieren zu lassen und andere Familien mit Migrationshintergrund beim Ankommen zu unterstützen. Männer und Frauen, die im Idealfall außer Deutsch noch eine weitere Sprache sprechen oder die selbst nach Nordfriesland zugewandert sind. Jede Sprache zählt!

Besonders gesucht werden Lotsen mit einer nicht deutschen Muttersprache. Die Familien-Lotsen erhalten eine Qualifizierung, die aus mehreren Modulen besteht. Die Schulungen finden in Husum (Ev. Familienbildungsstätte, Woldsenstr. 47) und in Tönning statt. Die Schulung ist kostenlos. Weitere Auskünfte erteilen Ellen Hehnke (Familienzentrum Husum für Husum und Umgebung) unter der Telefon-Nummer 04841-8292008 und Tanja Krien (Familienzentrum Viöl für Viöl, Bredstedt und Umgebung) unter der Telefon-Nummer 04843-2055143.

180903_Flyer SchulungKitaFamLotsen

Single Frühstück in der Ev. Familienbildungsstätte

Unser nächstes Single Frühstück in der FBS Husum findet am Samstag, 29.09.2018 von 09:30 – 11:30 Uhr in der Woldsenstr. 47 statt. Das Frühstück ist ein Angebot für Singles der Altersgruppe 50-70 Jahre.

Verbindliche Anmeldungen unter Telefon 04841-2153. Bitte sprechen Sie Ihre Anmeldung auch auf den Anrufbeantworter.

Homöopathische Hausapotheke mit dem Schwerpunkt: Erkrankungen der Kinder

Mit Homöopathie gibt es gute Möglichkeiten, Unterstützung bei Infekten zu geben und auch bei anhaltenden oder wiederkehrenden Beschwerden wie z.B. schwierige Zahnung, Linderung zu erreichen. Anhand einer Homöopathischen Hausapotheke erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind von Anfang an sanft und gesund begleiten können. Doris Christiansen, Heilpraktikerin, informiert am Donnerstag, 27.09.2018 um 10.00 Uhr in der Familienbildungsstätte Husum, Woldsenstr. 47 über diese Art der Unterstützung.

Anmeldungen im Büro der Ev. Familienbildungsstätte unter Telefon 04841-2153. Sprechen Sie auch gerne auch auf den Anrufbeantworter.

Café Donnerstag in der Familienbildungsstätte Husum

Ein Angebot für Demenzkranke und ihre Angehörigen, dass helfen und unterstützen kann Alltagskompetenzen zu erhalten. Es wird von 15.00-17.00 Uhr zu einer gemütlichen Kaffeerunde in netter Atmosphäre eingeladen. Der Nachmittag umfasst schöne Gespräche, spielen, vorlesen oder kreatives Tun. Es kann eine Entlastung für die Angehörigen sein, die Betroffenen finden hier Sicherheit und Rituale. Ein Rollstuhlgerechter Zugang ist in der FBS, Woldsenstr. 47 in Husum vorhanden. Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 23.08.2018 statt und dann alle 14 Tage. Kommen Sie gerne vorbei.

 

Babysitterkurse in Husum und Viöl

Du bist verlässlich und magst Kinder? Du hast noch Freizeit? Du bist mindestens 13 Jahre alt? Du möchtest dein Taschengeld aufbessern? Dann werde doch Babysitter! Die Familienzentren Husum und Viöl bieten einen Kurs an. In 16 Unterrichtsstunden an zwei Samstagen geht es in einer netten Gemeinschaft darum, eure Fragen zu klären und euch sicherer im Umgang mit den kleinen und großen Sprösslingen zu machen. Themen werden unter anderem die Säuglingspflege, rechtliche Grundlagen, kindliche Entwicklungsstufen, Unfallgefahren und Unfallverhütung und Spiel- und Beschäftigungsanregungen  sein. Das alles wird euch nicht nur theoretisch sondern auch praktisch vermittelt. Am Ende bekommst du ein übersichtlich aufgebautes Skript zum Nachlesen und ein Zertifikat. Mit dem Zertifikat kannst du deinen Auftraggebern dann zeigen, dass du dich mit der Kinderbetreuung schon ganz gut auskennst. Nach dem Kurs erstellen wir eine Liste mit allen Namen für eine „Babysitterkartei“, die wir dann gerne an anfragende Eltern weitergeben. Vereinbarungen über den Einsatz als Babysitter triffst du dann mit den Eltern selbst.

Der Kurs kostet 20 Euro und wenn du Interesse hast, dann melde dich im Familienzentrum Husum unter 04841-8292008 oder im Familienzentrum Viöl unter 04843-2055143.

Dr. Heiner Garg, Landesminister für Soziales und Gesundheit, informiert sich über Projekte der SeniortrainerInnen im Diakonischen Werk Husum

170120_Empfang Bild2 IMG_0012 (1024x683)

Sonja Wenzel

„Ich wünsche den Seniortrainern und -trainerinnen jetzt und in der Zukunft viel Freude an ihrer ehrenamtlichen Arbeit in ihrer Mannigfaltigkeit, am Geben und Nehmen, aber auch, dass die Politik in dieser Legislaturperiode die Rahmenbedingungen für Ihre Aktivitäten verbessern kann. Ohne Menschen wie Sie wäre unsere Gesellschaft um vieles ärmer“, sagte Sozialminister Dr. Heiner Garg anlässlich seines Besuchs im Mehrgenerationenhaus (MGH) im Diakonischen Werk Husum: Dort sind unter anderem zwei wichtige Projekte der Seniortrainer*) angesiedelt: „Alltagshilfen Husum – besuchen, begegnen, begleiten“ und „Die helfende Hand“, über die sich Garg im Rahmen seiner Sommertour eingehend informierte: „Gute Eindrücke sammeln und ins Ministerium mitnehmen – jenseits der elektronischen Aktendeckel“, nannte es Dr. Garg.

Johannes Schaer, Sprecher der Seniortrainer beim DW Husum, dankte dem Minister für sein Kommen und das Interesse an den Projekten. Er betonte, dass das Kompetenz-Team der Seniortrainer in Nordfriesland eines der größtem im Lande sei und dass glücklicherweise keine Nachwuchssorgen bestehen. Bereits jetzt befinden sich wieder einige neue Seniortrainer in der Ausbildung. Darüber hinaus sei seit einiger Zeit eine „Zweigstelle“ in Niebüll installiert worden, die von öffentlichen Einrichtungen, wie unter anderem der VHS oder der evangelischen Familienbildungsstätte in Niebüll unterstützt wird. „Wir klopfen nicht erst alles ab, ob dieses oder jenes machbar ist und wollen keine Bedenkenträger sein – wir werden einfach aktiv“, so Schaer griffig und bündig. „Unsere ehrenamtliche Arbeit ist generationenübergreifend“, fuhr er fort. „Häufig werden wir um Unterstützung nachgefragt, insbesondere bei Themenbereichen, die ganz allgemein mit dem großen Problem der Vereinsamung zusammenhängen.“ Die Seniortrainer seien gut bekannt in den Kommunen. Deren Arbeit sei hoch wertgeschätzt und erfahre große Akzeptanz: „Unser Rat ist gefragt und wir übernehmen unsere Aufgaben mit Freude und guter Stimmung, mit Begeisterung und Frohsinn.“ Schaer dankte für die Anbindung an das MGH, von wo aus es möglich sei, sich in verschiedene Projekte einzuklinken, oder wo das MGH selbst beim Voranbringen bestimmter Vorhaben behilflich sei.

Gudrun Andresen, die das Projekt „Alltagshilfen Husum – besuchen, begegnen, begleiten“ koordiniert, umriss die Aufgaben der Seniortrainer in diesem Projekt, bei dem beispielsweise Ältere regelmäßig Besuch von Ehrenamtlichen erhalten, die unter anderem vorlesen oder mit den Besuchten ein wenig spazieren gehen. So werde der Vereinsamung effektiv entgegengewirkt. „Diese Aufgabe bringt uns Erfüllung und Spaß, und die Besuchten freuen sich sehr über die Abwechslung“, sagte sie. Winfried Schutz, ein „Urgestein“ der Seniortrainer, erklärte kurz die Inhalte des Projekts „Die helfende Hand“, bei dem es um kleine Hilfen für Ältere und Alleinstehende gehe, wie beispielsweise den abgebrochenen Schlüssel aus dem Schloss des Kleiderschranks herauszumontieren: alles in stark begrenzter Zeit und abgesprochen mit Gremien wie Industrie- und Handels- oder Handwerkskammer. „Doch wenn ein Lächeln über das Gesicht geht – das ist der Schmierstoff, den wir Seniortrainer brauchen“, schloss Schutz.

„Die zentrale Frage ist, wie sich die Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickeln wird, wie menschlich sie bleibt oder wieder werden kann, aber auch, was wir als Politiker und Teil der Gesellschaft dafür leisten können“, so Dr. Garg, dem ein Eindämmen der Vereinsamung besonders am Herzen liegt. Er lobte ehrenamtliche Arbeit allgemein und stellte klar, dass es in Schleswig-Holstein die größte Quote an ehrenamtlich tätigen Bürgern gebe. Dr. Garg, dessen Mutter übrigens in der Pflege tätig ist, wünschte sich einen Weg, um einen probaten Mix aus ehrenamtlicher Arbeit und professioneller Unterstützung gestalten zu können – namens einer humanen Gesellschaft. „Wir müssen es schaffen, dass Generationen Gelegenheit haben sich zu begegnen und voneinander zu lernen und jenseits finanzpolitischer Diskussionen Menschen verschiedener Altersgruppen zusammenzubringen und zu -halten.“ Das werde im MGH gelebt: „Mir gefällt das generationsübergreifende Miteinander, hier ist wirklich alles unter einem Dach“, lobte der Minister.

„Gut, dass es die Seniortrainer gibt. Es liegt ein großer Segen auf der Arbeit“, so DW-Geschäftsführer Volker Schümann. Er dankte nicht nur Johannes Schaer und seinem Team aus engagierten Männern und Frauen, sondern auch dem Minister für das Interesse an der Einrichtung und sein Kommen.

 

*) aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text auf die ständige Nennung der weiblichen Form verzichtet. (Anm. d. Aut.)

 

Seniorenarbeit in Husum

Die Struktur in der Seniorenarbeit in Husum wird sich in absehbarer Zeit Schritt für Schritt verändern

Es ist ein „nicht uninteressantes Thema“, wie sich Volker Schümann, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Husum ausdrückte. Denn peu à peu, schonend und mit Augenmaß, soll die Seniorenarbeit der Stadt umgebaut werden, indem das Diakonische Werk Husum zu Beginn des kommenden Jahres die formale Trägerschaft der Altenbegegnungsstätte übernehmen wird, gleichwohl aber die dann aus vier Gemeinden fusionierte „Kirchengemeinde Husum“ die volle fachliche Unterstützung beisteuert.

„Die Altenbegegnungsstätte der Sankt Marien Gemeinde ist eine Anlaufstelle für Menschen, die gute Angebote suchen, um miteinander zu erleben und zu lernen“, sagte Friedemann Magaard, Pastor von Sankt Marien anlässlich einer kleinen Pressekonferenz, bei der über die ersten Eckpunkte einer Gesamtstrategie informiert wurde. Außer der augenfälligen Baustelle bezüglich der räumlichen Erweiterung der ABS gebe es eine weitere, inhaltliche Baustelle, um die Seniorenarbeit zu intensivieren und quasi „fit für die Zukunft“ zu machen. Ein ebenso wichtiger und versierter Player in der Seniorenarbeit ist die im Diakonischen Werk angesiedelte „evangelische Familienbildungsstätte und Mehrgenerationenhaus“. Eine Voraussetzung für das Gelingen einer erfolgreichen Seniorenarbeit sei eine gute Steuerung – und in dem Rahmen sei „das Diakonische Werk ein veritabler Partner, der die Kooperation inhaltlich und fachlich mittragen kann und will – es ist ein großer Gewinn und ein Schritt nach vorn“, so Magaard. Beide Einrichtungen kooperieren in Zukunft eng unter einem – gewissermaßen virtuellen – gemeinsamem Dach; dabei geht es keinesfalls darum, Angebote zu „schließen“ oder „auszudünnen“, sondern vielmehr darum, Schrittfolgen aufeinander abzustimmen, Kontakte und Angebote miteinander zu „verweben“, befruchtende Ergänzungen oder Synergien aufzuspüren, zusammenzuführen und weiterzuentwickeln – kurz – im Schulterschluss einzumünden in ein gemeindlich-diakonisches, dezentrales und umfassendes Gesamtkonzept der Seniorenarbeit.

Dazu habe es im letzten Jahr sondierende Vorgespräche gegeben, so Stefan Klocker, Vorsitzender der Kirchengemeinde Sankt Marien, und es sei eine Arbeits-gruppe gebildet worden aus Angehörigen der Kirchengemeinde sowie des Diakonischen Werks, um gemeinsam zu überlegen, wie die Seniorenarbeit in der Zukunft gesta180724_Foto zur PMltet werden könne. „Die Kooperation ist stolz machend“, so Schümann. Beide Einrichtungen verfolgen das Ziel, älteren Personen eine sinnhafte Gestaltung des Lebens in Gemeinschaft zu ermöglichen.

„Im Laufe der Zeit ist der nutzbare Platz in der ABS immer geringer geworden“, betonte Angela Bernhard, Leiterin der ABS. In der Woche gebe es 35 Angebote im Hause und außerhalb desselben an anderen Stellen. Die Arbeit in der ABS tragen zu einem gewichtigen Teil die rund 40 Ehrenamtlichen, die ihre Erfahrung in Kursangeboten umsetzen. Wir wollen prüfen, was bei der ABS und was in der evangelischen Familienbildungsstätte an Angeboten vorhanden ist und was zusammenwachsen kann – denn alle Ehrenamtlichen sollen weiterhin mit Spaß und Freude dabei sein.“ Friedemann Magaard betonte: „Angela Bernhard wird Ansprechpartnerin bleiben, und keine liebgewonnenen Angebote werden geschlossen.“

„Manche Kurse beginnen, etablieren sich und werden über die Jahre hinweg zu festen Einrichtungen“, erklärte Heike Bayer, Geschäftsbereichsleitung der ev. Familienbildungsstätte und des Mehrgenerationenhauses (FBS/MGH) im Diakonischen Werk Husum. Es sei grundsätzlich ein großes Entwicklungspotenzial vorhanden, zumal das MGH beispielsweise auch Angebote für Menschen mit Demenz vorhalte. Im Prinzip gehe es um die Herstellung eines Gesamtzusammenhangs, in dem alle  Generationen sich in passgenauen Angeboten wiederfinden können.

Um bestimmte Themen in der Stadt voranzubringen, sei dies ein gutes Modell, urteilte Schümann. „Alle Akteure sind darauf bedacht, die anstehenden Veränderungsprozesse sehr sorgsam zu besprechen und abzuwägen. Die Nutzer sollen in den neuen Strukturen aufgefangen werden und es soll keinerlei Druck in Bezug auf die Geschwindigkeit in der Umsetzung ausgeübt werden.“

 

Neue Koordinatorin des Familienzentrums Husum

Ellen Hehnke ist seit kurzer Zeit die neue Koordinatorin im Familienzentrum Husum. Das Familienzentrum gehört zur Ev. Familienbildungsstätte des Diakonischen Werks Husum. Hier erhalten Menschen, die Rat brauchen, zuverlässige und kontinuierliche Unterstützung, selbstverständlich kostenlos und streng vertraulich: Dazu gehöre180713_Ellen Hehnke_Familienzentrum Husumn Neuankömmlinge oder jene, die bereits andere Angebote der Ev. Familienbildungsstätte oder des Mehrgenerationenhauses wahrgenommen haben, oder die einfach eine versierte Mitarbeiterin brauchen, die sofort Auskünfte erteilen kann und sich in der vielfältigen Landschaft verschiedener Anbieter bestens auskennt. Sie ist in der Lage, aus mancher individuell als dringend empfundenen Notlage den Druck herauszunehmen, gezielt den Bedarf abzufragen und die Wogen gesprächsweise schon ein wenig zu glätten. Ellen Hehnke, früher bei der Diakonie in Pinneberg und in Norderstedt tätig, bringt Erfahrungen aus der Migrations-Sozialberatung mit und hat sich viel Wissen selbst angeeignet und erarbeitet. „Die Arbeit mit Migration wird ein Querschnittsthema werden“, weiß Heike Bayer, Geschäftsbereichsleitung für die Ev. Familienbildungsstätte, dem Mehrgenerationenhaus und dem Familienzentrum in Husum und Viöl. Insofern sei Ellen Hehnke in ihrer Lotsenfunktion eine vorteilhafte Schnittstelle.

Die Diplom-Sozialpädagogin Ellen Hehnke (34) ist die erste Anlaufstelle, um Informationen über verschiedene Möglichkeiten zu bekommen. Ellen Hehnke sondiert beispielsweise die Angebote von Tagesmüttern, Spielkreisen oder Sportvereinen im Sozialraum Husum, sie kennt sich aus in der Betreuung von Vorschulkindern oder in den Möglichkeiten zu Begegnungen oder Entlastungen von Familien. „Es gibt viele Angebote für unterschiedliche Zielgruppen. So richtet sich das Familienzentrum auch an Jugendliche bis 14 Jahre“, betont Ellen Hehnke, Mutter von zwei Kindern. In behutsamem Gespräch erforscht sie den Bedarf der Ratsuchenden und schwingt sich auf deren persönliche Situation ein.

Darüber hinaus unterstützt sie auch bei der Beratung in dem großen Komplex „Mutter-Vater-Kind-Kuren“ Personen, die bereits andere Angebote der Familienbildungsstätte wahrgenommen oder sich schon vorab informiert haben. Die Kurberatung ist nicht nur die Unterstützung bei der Antragstellung; vielmehr hat Ellen Hehnke auch hier eine Lotsenfunktion inne: Sie hört zu, wägt ab – und kann möglicherweise auch ein anderes Angebot empfehlen, das passend und dafür geeignet ist, zunächst einmal die Gesamtsituation zu entspannen.

Für 2018 steht eine enge Vernetzung mit dem Regionalteam der Sozialraumorientierten Kinder- und Jugendhilfe an. Als konkretes Projekt soll eine Dependance des Familienzentrums in Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe auf Nordstrand ins Leben gerufen werden.

Ellen Hehnke vom Familienzentrum Husum steht unter der Telefon-Nummer 04841-829 2008 oder mobil unter 0151-654 988 37 zur Verfügung, Tanja Krien vom Familienzentrum Viöl berät Ratsuchende unter der Telefon-Nummer 04843-2055 143.

 

Leitungswechsel in der Ev. Familienbildungsstätte/dem Mehrgenerationenhaus

180713_Leitungswechsel Radtke-bayerEin wenig schneller als geplant war der Wiedereinstieg denn doch: Heike Bayer ist aus der Elternzeit zurückgekehrt und hat ihre Funktion als Geschäftsbereichsleitung der Ev. Familienbildungsstätte, dem Mehrgenerationenhaus und den Familienzentrum Husum und Viöl, Einrichtungen des Diakonischen Werks Husum, wieder übernommen. DW-Geschäftsführer Volker Schümann und Heike Bayer dankten Martina Radtke, die die Leitung interimsweise übernommen hatte, für die geleistete Arbeit. Sie ist jetzt Leiterin einer stationären Jugendhilfe-Einrichtung.

Sie seien froh, dass es ein guter, glatter und unproblematischer Übergang war – auch unter zwischenmenschlichen Aspekten, wie Schümann und Heike Bayer erklärten. Denn die Arbeit mit Personen „sei nicht neutral, sondern von Emotionalität geprägt“. Besonders betonte Schümann, dass speziell für die Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werks Husum die Familienplanung, Mutterschaft und Berufstätigkeit absolut nicht im Widerspruch stehen müssen, insbesondere für Frauen in Leitungsfunktionen. Die durch Elternzeit verursachten personellen Übergänge können sanft gestaltet werden. Ein besonderer Dank beider gilt den Mitarbeiterinnen in der Verwaltung der FBS, Jutta Oesterle und Eike Christiansen, die den Wechsel von Heike Bayer auf Martina Radtke und wieder zurück mitgetragen haben. Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Siegfried Schulze-Kölln lobte den „hervorragend gelungenen Wechsel, der von allen personell mitgestaltet“ worden sei. Dies sei eine „bewundernswerte Arbeitsgrundlage“, bei der der christliche Gedanke des Miteinanders zum Ausdruck komme. Heike Bayer (39) freute sich, dass sie so gut, offen und vertrauensvoll wieder aufgenommen worden sei – von den Mitarbeiterinnen, den Ehrenamtlichen und den Kursleiterinnen und -leitern. Im Moment sei Bewegung nicht nur im Team, sondern auch in der häuslichen Organisation, die mit zwei kleinen Kindern mitunter schon eine Herausforderung sein könne.

Seniortrainer und -trainerinnen beim DW Husum: Anlaufstelle für mehr Barrierefreiheit

Sonja Wenzel

Unter der Überschrift „Barrierefreies Wohnen (im Altbau) in Nordfriesland“ haben die beim Mehrgenerationenhauses des Diakonischen Werks Husum angeschlossenen Seniortrainer und -trainerinnen ein neues Projekt ins Leben gerufen. „Ein wichtiges Thema ist in vorgerücktem Alter die Barrierefreiheit im eigenen Hause. Jeder möchte in seinem gewohnten Umfeld so lange wie möglich bleiben, auch wenn sich das Leben wandelt“, sagt deren Sprecher Johannes Schaer. Auch jüngere Personen sollten bedenken, dass sie durch unvorhergesehene Erkrankungen oder Unfälle in Situationen geraten können, die eine Barrierefreiheit im Wohnumfeld notwendig machen. Federführend in diesem Projekt ist die ehemalige Architektin Uta Lorch. „Wir möchten Menschen jeden Alters eine individuelle, kompetente und vor allem kostenfreie Beratung anbieten“, sagt sie. Dabei gehe es keinesfalls darum, in Konkurrenz zu anderen Akteuren zu geraten, ganz im Gegenteil: „Wir sind bereit, in bestehenden Projekten und Netzwerken mitzuwirken“, so Schaer. Uta Lorch hat gemeinsam mit den Gemeinden des Amtes Nordsee-Treene eine so praktische wie nützliche Broschüre entwickelt, die sich mit den ganz pragmatischen Dingen – wie Treppenlift, Treppenmobil, Wannenlift, breitere Türen oder Vereinfachungen in der Küche – befasst. „So ist es eher möglich, in der angestammten Wohnung zu bleiben“, sagt sie. Die Broschüre wird in diesen Tagen an die Bürgermeister des Amtes Nordsee-Treene und an den Bürgermeister der Stadt Husum verschickt. Uta Lorch ist bereit, Kommunen und Einzelpersonen zu beraten. Sie macht sich zunächst ein Bild von der Situation direkt vor Ort. Dann wird auch über finanzielle Fördermöglichkeiten gesprochen. Die Broschüre ist im Mehrgenerationenhaus und – ab August – bei den Gemeindeverwaltungen und der Stadt Husum erhältlich. Menschen mit Beratungsbedarf können sich zur Vermittlung eines Termins gern an das Mehrgenerationenhaus unter der Telefon-Nummer 04841-2153 wenden.

Zum Foto:

Wer seine Wohnung barrierefrei gestaltet, kann auch in vorgerücktem Alter viel länger in seinem gewohnten Umfeld wohnen bleiben: Johannes Schaer und Uta Lorch präsentieren das Plakat „barrierefrei“.

Foto von Sonja Wenzel

IMG_0009 (1024x683)