Seniortrainer und -trainerinnen beim DW Husum: Anlaufstelle für mehr Barrierefreiheit

Sonja Wenzel

Unter der Überschrift „Barrierefreies Wohnen (im Altbau) in Nordfriesland“ haben die beim Mehrgenerationenhauses des Diakonischen Werks Husum angeschlossenen Seniortrainer und -trainerinnen ein neues Projekt ins Leben gerufen. „Ein wichtiges Thema ist in vorgerücktem Alter die Barrierefreiheit im eigenen Hause. Jeder möchte in seinem gewohnten Umfeld so lange wie möglich bleiben, auch wenn sich das Leben wandelt“, sagt deren Sprecher Johannes Schaer. Auch jüngere Personen sollten bedenken, dass sie durch unvorhergesehene Erkrankungen oder Unfälle in Situationen geraten können, die eine Barrierefreiheit im Wohnumfeld notwendig machen. Federführend in diesem Projekt ist die ehemalige Architektin Uta Lorch. „Wir möchten Menschen jeden Alters eine individuelle, kompetente und vor allem kostenfreie Beratung anbieten“, sagt sie. Dabei gehe es keinesfalls darum, in Konkurrenz zu anderen Akteuren zu geraten, ganz im Gegenteil: „Wir sind bereit, in bestehenden Projekten und Netzwerken mitzuwirken“, so Schaer. Uta Lorch hat gemeinsam mit den Gemeinden des Amtes Nordsee-Treene eine so praktische wie nützliche Broschüre entwickelt, die sich mit den ganz pragmatischen Dingen – wie Treppenlift, Treppenmobil, Wannenlift, breitere Türen oder Vereinfachungen in der Küche – befasst. „So ist es eher möglich, in der angestammten Wohnung zu bleiben“, sagt sie. Die Broschüre wird in diesen Tagen an die Bürgermeister des Amtes Nordsee-Treene und an den Bürgermeister der Stadt Husum verschickt. Uta Lorch ist bereit, Kommunen und Einzelpersonen zu beraten. Sie macht sich zunächst ein Bild von der Situation direkt vor Ort. Dann wird auch über finanzielle Fördermöglichkeiten gesprochen. Die Broschüre ist im Mehrgenerationenhaus und – ab August – bei den Gemeindeverwaltungen und der Stadt Husum erhältlich. Menschen mit Beratungsbedarf können sich zur Vermittlung eines Termins gern an das Mehrgenerationenhaus unter der Telefon-Nummer 04841-2153 wenden.

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Wer seine Wohnung barrierefrei gestaltet, kann auch in vorgerücktem Alter viel länger in seinem gewohnten Umfeld wohnen bleiben: Johannes Schaer und Uta Lorch präsentieren das Plakat „barrierefrei“.

Foto von Sonja Wenzel

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