Alltagshilfen „Besuchen – Begegnen – Begleiten“: Seniortrainer und -trainerinnen vom DW Husum engagieren sich gegen die Einsamkeit

Sonja Wenzel

Es ist ohne Frage ein wichtiges Projekt, das die Seniortrainer und -trainerinnen mit viel Engagement und Herzblut ausfüllen: „Projekt Alltagshilfen – Besuchen, Begegnen, Begleiten“ heißt es und funktioniert in Bezug auf die Aufgaben ähnlich der klassischen „Gesellschafterin“ früherer Zeiten. Ingrid Lenz-Wellmann, Barbara Wilkens und Gudrun Andresen sind drei Seniortrainierinnen, die engagiert dafür einstehen, die Einsamkeit vieler Menschen abzumildern. „Einsamkeit“ sei ein ernsthaftes Problem unserer Gesellschaft, ist sich Johannes Schaer sicher: „Das Thema steht ganz oben auf der Agenda des Sozialministeriums.“ Es ist geplant, dass sich demnächst der Sozial- und Gesundheitsminister des Landes, Dr. Heiner Garg, bei einem Ortstermin in Husum unter anderem über dieses Projekt informieren wird. „Einsamkeit ist kein Phänomen, das nur Ältere betrifft. Immer wenn sich das Leben gravierend ändert, entsteht zunächst Einsamkeit“, betont Heike Bayer, Leiterin des „Geschäftsbereichs 1 – (Familien-)Bildung“ beim Diakonischen Werk Husum, und damit verantwortlich für das Mehrgenerationenhaus. „Viele Einsame können regelrecht verlernen zu sprechen“, weist Gudrun Andresen auf den Ernst der Lage hin. Oftmals sei gerade der Eintritt in das Rentenalter eine Zäsur zum Bilanzieren des eigenen Lebens: Einerseits als Rückschau, andererseits mit einem Blick auf die Zukunft: „Was bleibt mir noch?“ Drei Personen begleitet sie – unabhängig voneinander – zu verschiedenen Veranstaltungen: zu Konzerten, Vorträgen, städtischen Events, aber auch zur Marktandacht in der Marienkirche. Pro Stunde wird ein Beitrag von fünf Euro fällig: „Damit ist diese Alltagshilfe abgegolten.“ Eine Kilometerpauschale entsteht, sofern die Begleitung weiter entfernt stattfinden soll. Wer sich begleiten lassen möchte, kann sich mit dem Mehrgenerationenhaus unter der Telefon-Nummer 04841-2153 in Verbindung setzen.

Zum Foto „Besuchen – Begegnen – Begleiten“ im Rahmen des Projekts „Alltagshilfen“ mildern Barbara Wilkens, Ingrid Lenz-Wellmann und Gudrun Andresen (von links) manche Einsamkeiten ab.

Foto Sonja Wenzel

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